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Konfirmandenfreizeit 2006
Berneuchner Haus Kloster Kirchberg


6.-9. April
Gruppe des Pfarrbezirks 1 (Alt- und Ostkarthause, Waldesch)

 

 

Am 6. April trafen wir uns um 12 Uhr am Bahnhof in Koblenz. Wir, das sind die beiden Konfirmandengruppen von Herrn Pfarrer Gregorius. Als Betreuer fuhren Frau Schoppa-Remm, sie begleitet uns ja auch in der Konfirmandenzeit, und der Jugendleiter Herr Schröer mit. Im Zug mussten wir leider feststellen, dass manche Erwachsene ganz vergessen haben, dass sie Vorbilder für Heranwachsende sind. Aber wie sagt man so schön: „Sie können im­mer noch als ‚schlech­tes’ Beispiel dienen!“ In Stuttgart sind wir in den Zug nach Horb umgestiegen. In Horb wurden wir dann von Herrn Gregorius begrüßt, der schon mit dem Pkw vorgefahren war, um einige Dinge vorzubereiten. Nun fuhren wir zum Evangelischen Kloster Kirchberg. Es liegt wunderschön in der Schwäbischen Alb.

Nachdem wir unsere Zimmer und Betten bezogen hatten, haben wir die Suche nach der heiligen Euphemia gestartet. Ihre Reliquien stammen noch aus der Zeit, als in dem Kloster katholische Dominikanerinnen lebten. Über Kräutergarten, Friedhof, Kreuzgang, Sakristei und Kirche fanden wir in einem Raum hinter dem Hochaltar die sterblichen Überreste der Heiligen.

Den Freitag haben wir mit einem gemeinsamen Tischgebet und Frühstück begonnen. Wir haben alle Mahlzeiten selber zubereitet. Danach besprachen wir, woher das Abendmahl stammt und was es mit dem jüdischen Passahfest zu tun hat. Anschließend nahmen wir an dem Mittagsgebet in der Kapelle teil, das als Stundengebet gilt und kürzer ist als ein Sonntagsgottesdienst, aber wir haben gemerkt, dass auch eine kürzere Zeitspanne ausreicht, um sich zu ‚besinnen’ und innerlich zur Ruhe zu kommen.

   

Nach dem Mittagsgebet starteten wir einen Ausflug zur Burg Hohenzollern. Wir haben viel über das Adelsgeschlecht der Hohenzollern gelernt. Zurück im Kloster hatten wir dann Freizeit bis zum Abendessen und danach haben wir ein lustiges, von Herrn Schröer selbst erfundenes Spiel gespielt. Wir hatten Spaß und es wurde viel gelacht. Um 21.00 Uhr waren wir dann noch im Nachtgebet. Am Samstag­vormittag hatten wir dann Zeit zur freien Gestaltung für Sport und  Spiele. Gut, dass es einen Fußballplatz gibt.

Nach dem Abendgebet (Vesper) und dem Abend­brot starteten wir zur Nachtwanderung. Die war richtig spannend in einer fremden Umgebung. Auch wenn sie etwas länger ausgefallen ist als geplant. Auch wenn wir durch Matsch und Dornen gelaufen sind, am Schluss sind wir zwar müde, aber glücklich in unsere Betten gefallen. Zum Abschluss unserer Arbeit am Thema Abendmahl haben wir am Sam­stag zum ersten Mal miteinander Abendmahl gefeiert. Bei dem Gottesdienst am Palmsonntag haben wir alle mit verteilten Aufgaben mitgeholfen. Obwohl wir nur zweimal geübt hatten, hat es vom Ablauf sehr gut geklappt. Dies hat mir viel Freude bereitet, und ich könnte mir vorstellen, so im Gottesdienst öfter mitzuarbeiten. Nach dem Mittagsgebet und dem Reisesegen haben wir die Heimfahrt angetreten. Die Rückfahrt war anstrengend, weil der Zug sehr voll war. Dadurch fanden wir teilweise leider nur im Raucherabteil Plätze, wo ich dann für mich beschlossen habe, dass ich bestimmt nicht rauchen werde!!!!

Die Konfirmandenfreizeit war sehr schön. Alle waren begeistert, und ich möchte mich herzlich bei Herrn Gregorius, Frau Schoppa-Remm und Herrn Schröer bedanken, dass sie sich so viel Arbeit gemacht haben, um uns eine solche Freizeit zu ermöglichen.


Friederike Laßmann

Aus der feedback-Runde:

Der Predigt von Prof. Klaus Berger aus Heidelberg
„konnte man gut folgen, weil er immer mal wieder auch eine lustige Bemerkung eingefügt hat.“  F

Bewundert wurde, wie F. die L. wegen ihrer Angst vor den am Boden sitzenden
zahlreichen Fröschen den Berg hochgetragen hat. Zwar nicht auf Händen aber auf dem Rücken. ;-)  G

   

Ich habe gemerkt, dass man in den Stundengebeten wunderbar ‚runterkommen’ kann,
und hinterher hab ich mich ganz frei gefühlt“  F.

Das Essen war sehr gut. Die Gruppe hat sich selber organisiert mit Vorbereiten,
Kochen, Decken, Beten, Abräumen und Spülen.

 

Das blassblaue Samtkleid der Königin Luise mit der superlangen Schleppe war toll! L.

   

Als der Hausgeistliche die Gruppe gefragt hat, ob sie beim Festgottesdienst zu Palmsonntag mitmachen wollten, haben alle sofort ja gesagt. Der Pfarrer hat zuviele Vorkenntnisse erwartet, aber kluge und aufmerksame Konfirmanden werden auch mit dieser Herausforderung fertig! D. hat das große Vortragekreuz mit würdiger Ruhe vorweggetragen, allerdings ist ihm dann bei dem Gottesdienst auf den harten Bänken sein Hintern eingeschlafen und er hätte deshalb gern noch ein wenig mehr ‚action’ gehabt. Die Hantierungen mit den Abendmahlsgefäßen, den Kollektenbeuteln, den Kerzenlichtern und den Palmzweigen haben super geklappt. Die ganze Gemeinde war begeistert über die Konfirmanden aus Koblenz.